---
title: "Notfallhandbuch erstellen: Aufbau nach BSI-Standard 200-4"
description: "Das Notfallhandbuch führt Alarmierung, Zuständigkeiten und Notfallpläne an einer Stelle zusammen – knapp genug, um im Ernstfall benutzt zu werden."
canonical: "https://www.dsb-datenschutz.de/bcm/notfallhandbuch/"
---

# Notfallhandbuch

Das **Notfallhandbuch** ist das Dokument, nach dem im Ernstfall gegriffen wird. Es führt zusammen, was verstreut nichts nützt: wer alarmiert, wer entscheidet, wer was tut – und wo die Pläne für den einzelnen Prozess stehen.

[Erstgespräch vereinbaren](https://www.dsb-datenschutz.de/bcm/reifegradanalyse/)

## Was hineingehört

Die Struktur folgt dem BSI-Standard 200-4. Vier Blöcke tragen das Dokument:

**Alarmierung und Meldewege.** Wer meldet einen Vorfall an wen, über welchen Weg, und was geschieht, wenn dieser Weg ausfällt. Mit Namen und Erreichbarkeiten, nicht mit Funktionsbezeichnungen.

**Notfallorganisation.** Wer entscheidet im Ernstfall, wer vertritt, welche Befugnisse gelten abweichend vom Normalbetrieb. Dieser Punkt ist der wichtigste und zugleich der am häufigsten fehlende: Wenn im Ereignisfall erst geklärt werden muss, wer entscheiden darf, ist die erste Stunde verloren.

**Sofortmaßnahmen.** Was unmittelbar zu tun ist, bevor eine Lagebeurteilung vorliegt.

**Verweise auf die Einzelpläne.** Das Handbuch enthält nicht jeden [Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufplan](https://www.dsb-datenschutz.de/bcm/notfallkonzepte/) im Volltext, sondern führt zu ihnen hin.

## Kurz genug, um benutzt zu werden

Der verbreitetste Fehler ist Vollständigkeit am falschen Ort. Ein Handbuch von hundert Seiten wird im Ernstfall nicht aufgeschlagen.

Was zählt, ist die erste Doppelseite: Alarmierung, Zuständigkeiten, Sofortmaßnahmen. Alles Weitere darf im Anhang stehen. Diese Reihenfolge widerspricht dem Instinkt, ein Dokument logisch von den Grundlagen her aufzubauen – im Notfall zählt aber nicht Logik, sondern Zugriffszeit.

Drei praktische Anforderungen kommen hinzu:

- **Verfügbar ohne die betroffene Infrastruktur.** Ein Handbuch, das nur im Intranet liegt, ist bei einem IT-Ausfall nicht vorhanden. Es braucht eine Ausfertigung außerhalb der eigenen Systeme.
- **Aktuelle Kontaktdaten.** Der Teil, der am schnellsten veraltet und am dringendsten gebraucht wird.
- **Für Vertretungen lesbar.** Wer den Plan anwendet, ist selten die Person, die ihn geschrieben hat.

## Wie wir vorgehen

Wir erstellen das Handbuch auf Grundlage Ihrer [Business Impact Analyse](https://www.dsb-datenschutz.de/bcm/business-impact-analyse/) und der vorhandenen Pläne – oder wir prüfen und straffen ein bestehendes Dokument.

Anschließend gehört es in die Dokumentenlenkung des [Managementsystems](https://www.dsb-datenschutz.de/bcm/managementsystem/): mit Versionsstand, festgelegtem Prüfturnus und benannter Verantwortung für die Pflege. Ohne diese Verankerung ist ein Notfallhandbuch nach zwei Jahren Makulatur.

Ob es trägt, zeigt sich in der [Übung](https://www.dsb-datenschutz.de/bcm/notfalluebungen/). Deren Ergebnisse fließen in die nächste Fassung zurück.

## Kontakt

Sie haben ein Notfallhandbuch, das niemand kennt? Dann ist die Frage weniger, ob es vollständig ist, sondern ob es im Ernstfall jemand benutzen würde.

- Telefon: [+49 6188 99 04 36](tel:+496188990436)
- E-Mail: [office@dsb-datenschutz.de](mailto:office@dsb-datenschutz.de)
- Kontaktformular: [Anfrage senden](https://www.dsb-datenschutz.de/kontakt/#schreiben-sie-uns)
- [Zurück zum Business Continuity Management](https://www.dsb-datenschutz.de/bcm/)
