KI-Anwendungsfälle
Ein Anwendungsfall ist kein Werkzeug, sondern ein Geschäftsprozess, der durch Automatisierung schneller, gleichmäßiger oder überhaupt erst skalierbar wird. Diese vier KI-Anwendungsfälle haben im Mittelstand den kürzesten Weg von der Idee zum messbaren Ergebnis.
Lead-Reaktivierung
In fast jedem Vertrieb liegen Kontakte, die einmal Interesse hatten und dann liegen blieben. Sie sind bereits bezahlt – der Aufwand, sie zu gewinnen, ist längst angefallen.
Eine automatisierte Reaktivierung spricht diese Kontakte strukturiert wieder an und übergibt die, bei denen etwas zurückkommt, an den Vertrieb. Wie viel dabei herauskommt, hängt an Branche und Datenqualität; verlässlich ist nur, dass ungenutzte Bestände nichts einbringen.
E-Mail-Automatisierung
Nachfassen, Betreuung bestehender Kontakte, wiederkehrende Versandstrecken. Ein großer Teil davon ist reine Regellogik und kommt mit Stufe 2 aus – ohne KI, dafür verlässlich. Wo Inhalte auf den Einzelfall zugeschnitten werden sollen, wird ein Schritt KI-veredelt.
Gemessen wird dabei, was zählt: vereinbarte Termine und Antworten, nicht Öffnungsraten.
WhatsApp-Automatisierung
Anfragen kommen dort an, wo Ihre Kunden ohnehin schreiben. Automatisiert lassen sie sich sofort qualifizieren, Termine vereinbaren und sauber ans Team übergeben – auch außerhalb der Bürozeiten, in denen sonst niemand antwortet.
Datenschutzrechtlich ist dieser Kanal der anspruchsvollste der vier. Wer WhatsApp geschäftlich einsetzt, braucht eine tragfähige Rechtsgrundlage, klare Information der Betroffenen und einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Das ist lösbar – aber nicht nebenbei.
CRM-Datenpflege
Daten fließen ohne Abtippen, Status ändern sich aus dem Prozess heraus, Formulare und Anrufe landen mit gefüllten Feldern im System.
Der Ertrag ist doppelt. Kurzfristig entsteht abrechenbare Zeit, weil Erfassung entfällt. Längerfristig entsteht etwas Wertvolleres: ein Datenbestand, auf den man sich verlassen kann. Alles, was danach kommt – Auswertungen, Automatisierung, KI – setzt genau darauf auf.
Die richtige Stufe je Fall
Keiner dieser Anwendungsfälle verlangt zwingend KI. Für jeden wird zunächst bestimmt, welche der vier Automatisierungsstufen passt – von Bordmitteln bis zum autonomen Agenten.
Diese Reihenfolge spart Geld. Ein fester Workflow, der zuverlässig läuft, ist einem Agenten überlegen, der dieselbe Aufgabe aufwendiger und weniger vorhersagbar erledigt.
Was vorher zu klären ist
Jeder dieser vier Fälle verarbeitet personenbezogene Daten – Kontaktdaten, Kommunikationsverläufe, Verhaltensdaten. Vor dem Bauen sind deshalb drei Dinge zu klären: die Rechtsgrundlage, die Information der Betroffenen und die Frage, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig wird.
Bei der Reaktivierung alter Kontakte kommt hinzu, dass für Werbung eigene Anforderungen gelten. Wer hier nachträglich prüft, baut ein System, das er anschließend abschalten muss.
Kontakt
Sie haben einen Prozess im Kopf und wissen nicht, ob er sich eignet? Das lässt sich im Erstgespräch einordnen.
- Telefon: +49 6188 99 04 36
- E-Mail: office@dsb-datenschutz.de
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