KI-Audit

Kaum eine Software kommt heute ohne KI-Funktion. Wer den Überblick behalten will, braucht jemanden im Haus, der einordnen kann, was da läuft. Der Kurs KI-Audit befähigt genau dazu.

Die KI-Verordnung ist seit August 2024 in Kraft; die ersten Pflichten greifen seit Februar 2025. Die Frage ist also nicht mehr, ob eingeordnet werden muss, sondern wer es tut.

Was ein KI-Audit leistet

Es ist die strukturierte Bewertung der eingesetzten KI-Systeme – daraufhin, ob sie den Vorgaben entsprechen, die von außen kommen, und denen, die Sie sich selbst gegeben haben.

Drei Ergebnisse trägt das:

Risiken werden sichtbar. Nicht als abstrakte Bedrohung, sondern als benannte Punkte: ein Werkzeug ohne geklärte Rechtsgrundlage, eine Anwendung, die über Menschen entscheidet, ein Anbieter, dessen Bedingungen die Eingaben zum Training verwendet.

Entscheidungen werden nachvollziehbar. Wo ein System zu einem Ergebnis beiträgt, muss erklärbar sein, wie es dorthin kommt und wer es verantwortet.

Zuständigkeiten werden geklärt. Die häufigste Lücke ist keine technische, sondern die Frage, wer eigentlich entscheidet, ob ein neues Werkzeug eingesetzt werden darf.

Kursinhalte

Der Kurs führt durch das Vorgehen, das eine Bewertung braucht:

  • Bestandsaufnahme – wie man ermittelt, welche KI-Systeme tatsächlich im Einsatz sind, einschließlich der Funktionen, die ein Anbieter still in vorhandene Software eingebaut hat
  • Einordnung – Zuordnung des Anwendungsfalls zu einer Risikoklasse der KI-Verordnung und die Unterscheidung zwischen Anbieter- und Betreiberrolle
  • Datengrundlage – welche Daten in ein System fließen, woher sie stammen, was mit ihnen geschieht
  • Dokumentation – was festzuhalten ist, damit sich die Bewertung später belegen lässt
  • Regelwerk – wie eine eigene KI-Richtlinie aufgebaut wird und was hineingehört
  • Laufender Betrieb – in welchen Abständen nachzuprüfen ist und was eine erneute Bewertung auslöst

Format: Onlinekurs mit Lehrvideos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, zeitlich flexibel zu bearbeiten, mit Teilnahmebescheinigung am Ende. Ergänzt wird er durch Checklisten, die sich unmittelbar verwenden lassen.

Selbst prüfen oder prüfen lassen

Beides ist möglich, und die Entscheidung hängt weniger am Budget als an der Dauerhaftigkeit.

Selbst prüfen lohnt sich, wenn regelmäßig neue Werkzeuge hinzukommen – was in den meisten Häusern der Fall ist. Dann braucht es die Fähigkeit im Haus, nicht einen Bericht.

Prüfen lassen ist der schnellere Weg zum ersten vollständigen Verzeichnis. Wie diese Erhebung abläuft, steht unter KI-Risikoanalyse; die dauerhafte Übernahme der Rolle unter KI-Beauftragter.

In beiden Fällen wird das Ergebnis im Modul KI-Governance geführt, damit es fortgeschrieben werden kann und nicht als Dokument veraltet.

Abgrenzung zum Grundkurs

Beide Kurse haben unterschiedliche Adressaten.

Der Grundkurs KI-Kompetenz richtet sich an alle, die KI-Systeme benutzen, und deckt die Pflicht aus Art. 4 KI-VO ab – 7,50 € je Mitarbeitendem, unter 25 Mitarbeitenden kostenlos.

Der KI-Audit-Kurs richtet sich an die wenigen, die bewerten sollen: KI-Beauftragte, Datenschutzbeauftragte, IT-Verantwortliche. Er ersetzt den Grundkurs nicht, sondern setzt darauf auf.

Kontakt

Sie wollen wissen, ob der Kurs zu Ihrer Ausgangslage passt? Die erste Lektion steht kostenlos bereit.